Feuerbestattung

Die Feuerbestattung, auch als Kremation oder Einäscherung bekannt, ist die Verbrennung eines Leichnams in einem Sarg. Sie ist jederzeit möglich, wenn sie der Verstorbene zu Lebzeiten gewünscht hat oder die Hinterbliebenen sich zu dieser Beisetzungsart entschlossen haben.

Die Einäscherungen werden in zugelassenen Krematorien durchgeführt nachdem vom jeweiligen Amtsarzt eine zweite Leichenschau durchgeführt wurde und es keine Bedenken gegeben hat. Die Beisetzung der Überreste des Verstorbenen erfolgt in dafür geeigneten Urnen.

Gelegentlich findet vor der Einäscherung eine Trauerfeier mit dem Sarg in einer Friedhofskapelle, einer Kirche oder im Krematorium statt. Die Urne wird dann zu einem späteren Zeitpunkt beigesetzt, meistens im engsten Familienkreis.

Bei der anonymen Beisetzung kann in einer Gemeinschaftsgrabanlage, oder einem Urnenhain ohne genaue Kennzeichnung der Grabstelle gewählt werden. Eine Trauerrede ist wie bei allen anderen Beisetzungen möglich.

Urnenreihenstellen
Die Art und Lage der Grabstätte wird vom Friedhof vorgegeben. Es ist nur eine Urnenbeisetzung möglich, Folgebeisetzungen sind bei dieser Grabstelle ausgeschlossen. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.

Urnenwahlstellen (für 2-8 Urnen)
Die Art und Lage der Grabstätte können auf dem Friedhof gewählt werden. Es wird ein Nutzungsrecht erworben, welches auch verlängert werden kann. Die Anzahl der möglichen Urnenbeisetzungen richtet sich nach der jeweils gültigen Friedhofssatzung. 


Baumbestattung

Die Urne wird am Fuße eines Baumes beigesetzt. Einige größere Friedhöfe bieten hierzu geeignete Plätze an. Diese Bestattungsform ist eine Alternative zu den vollkommen anonymen Bestattungen. Bei einer Baumbestattung auf dem Südwestkirchhof liegt das Nutzungsrecht bei 20 Jahren (ohne Pflegeverpflichtung - Beisetzung von insgesamt 4 Urnen möglich - Baum und Himmelsrichtung können durch die Hinterbliebenen ausgesucht werden). Im Zusammenhang einer solchen Urnengrabstelle muss eine Namenstafel aufgestellt werden, sodass immer deutlich und erkennbar ist, wo welcher Mensch begraben wurde. Somit ist sichergestellt, dass Trauer auch einen Platz haben kann.


Friedwaldbestattung
Die Urne wird am Fuße eines Baumes beigesetzt. Dies ist jedoch nur in, als Friedhofsfläche, umgewidmeten Forstgebieten (Friedwald oder Ruheforst) möglich. Die Kosten einer Baumgrabstätte sind abhängig vom Träger und Standort des Baumes. Ein Gemeinschaftsbaum ist kostengünstiger, als ein Einzel- oder Familienbaum. Ein Namensschild lässt den Hinterbliebenen die Möglichkeit der Erinnerung.



Urnengemeinschaftsanlagen - anonym
Auf ausgewiesenen Friedhofsflächen werden die Urnen der Verstorbenen ohne Namens- oder Gedenktafeln beigesetzt. Im Allgemeinen befindet sich ein gemeinschaftlicher Gedenkstein auf diesen Anlagen an welchem auch später Blumen oder Gestecke abgelegt werden können. Die Pflege der Rasenfläche übernimmt der Friedhof.

Urnengemeinschaftsanlagen mit Namenstafel
Das Urnengemeinschaftsgrab ist eine Variante des Gemeinschaftsgrabes, bei der der Name auf einer Gedenktafel vermerkt ist. Diese Grabart hat den Vorteil, dass die Pflege der Anlage vom Friedhof übernommen wird.

Kolumbarium
Ein Kolumbarium dient zur Aufbewahrung einer Urne und ist einem Friedhof oder einem Krematorium angegliedert. Es ist meist eine kostengünstigere Alternative zum Urnengrab. Die Urne des Verstorbenen wird in einer Wandnische beigesetzt. Je nach Friedhofsträger dauert die Ruhezeit zwischen 10 und 30 Jahren. Nach der Beisetzung wird die Nische mit einer Abdeckplatte - meist aus Stein - verschlossen. Manche Kammern können zwei oder mehrere Urnen aufnehmen, was die Verwendung als Familiengrab ermöglicht. Allerdings ist diese Variante nur auf sehr wenigen Friedhöfen in Berlin möglich.